Der Ammersee im Fünfseenland

Gelegen im Fünfseenland handelt es sich bei dem Ammersee um einen der bekanntesten Seen der Region. Er ist der drittgrößte See des Bundeslandes Bayern und genießt aufgrund der vielseitigen Uferlandschaft ein ungemein großes Interesse. Insgesamt erstreckt sich der Ammersee über eine Fläche von 47 km² und erreicht an seiner tiefsten Stelle immerhin 80 Meter.

Eine ganz besondere Entwicklung lässt sich bei der Schwedeninsel am südlichen Seeende erkennen. Aufgrund der starken Verlandungen hat sich diese in den vergangenen Jahren zu einer Halbinsel entwickelt. Wissenschaftler sind sich sicher, dass diese bald vollkommen in die Uferzone übergehen wird. Aufgrund der auch weiterhin anhaltenden Verlandungen rechnen Experten damit, dass die Lebensdauer des Ammersees noch etwa 20.000 Jahre betragen wird.

Baumaßnahmen retten die Wasserqualität

Im 20. Jahrhundert geriet der Ammersee immer wieder in die Kritik aufgrund einer überaus schlechten Wasserqualität. Nach umfangreichen Baumaßnahmen, die sich auf die abwassertechnische Sanierung bezogen, konnten diese Probleme jedoch behoben werden und so entwickelte sich der Ammersee recht schnell zu einem angesehenen und ebenso bekannten Lebensraum für die verschiedensten Tiere.

Durch diese Maßnahmen kann der Ammersee heute auch wieder als Badedomizil angesehen werden. Vorher war dies aufgrund der Gefahren für den Menschen kaum möglich gewesen. Insbesondere dieser Status hat dem Ammersee zu einem nahezu außergewöhnlichen Zuspruch verholfen, sodass er sowohl für Einheimische als auch für Touristen als beliebtes Erholungsgebiet gilt.

Die Renke als Aushängeschild

Der Ammersee wird bis heute mit einem recht außergewöhnlichen Fischbestand in Verbindung gebracht. Zu den Wahrzeichen und zugleich auch Aushängeschildern hat sich die Renke entwickelt. Bis heute handelt es sich hierbei um eine Fischart, die auch in den Alpen nur sehr selten vorkommt. Allerdings wird mit ihr am Ammersee bereits eine lange Tradition verbunden, sodass sie auch eine große Aufmerksamkeit von Seiten der einheimischen Fischer genießt. Insgesamt befinden sich am Ammersee vier Naturschutzgebiete. Neben der Vogelfreistätte Ammersee-Südufer handelt es sich hierbei um Seeholz und Seewiese sowie um das Ampermoos. Vor allem am Westufer sind einzelne Abschnitte für die Öffentlichkeit gesperrt. Das Ostufer hingegen ist frei zugänglich.

Der Ammersee wird aufgrund seiner Lage im Fünfseenland häufig mit dem Starnberger See in Verbindung gebracht. Beide gelten als angesehene und zugleich auch bekannte Naherholungsgebiete für die Münchner und Augsburger. Insbesondere in den Sommermonaten lässt sich demnach ein reger Tourismus am Ammersee vorfinden, der letzten Endes auch den Alltag prägt.