Der Chiemsee oder das Bayerische Meer

Der Chiemsee hat sich für das deutsche Bundesland Bayern zu einem Wahrzeichen besonderer Art entwickeln können und gilt zudem als eines der angesehensten Reiseziele des Landes. Aufgrund seiner Größe trägt er auch den Namen Bayerisches Meer. Diese Bezeichnung hat sich insbesondere für die touristische Kommunikation zu einem zentralen Punkt entwickeln können und findet auch in diesem Zusammenhang die häufigste Anwendung. Deutschlandweit ist der Chiemsee der drittgrößte See und genießt somit auch eine gewisse Anerkennung.

Gemeinsam mit den Inseln entsteht zudem eine Uferlänge von immerhin 83 km, die vor allem in den warmen Sommermonaten als Kleinod der Entspannung und Erholung dient. Der Name des Sees kann auf den Grafen Chiemo zurückgeführt werden, der insbesondere in der Vergangenheit eine historisch wertvolle und ebenso entscheidende Rolle spielte.

Der Chiemsee und seine Umgebung

Der Chiemsee prägt die Orte und Landschaftszüge, die sich an ihm befinden, entscheidend. Längst handelt es sich hierbei nicht mehr nur um dessen Stellung, sondern auch das Landschaftsbild vermittelt einen eher mediterranen Eindruck, sodass die Orte anerkannte Urlaubsdomizile sind. Zu den Wahrzeichen haben sich die Chiemgauer Berge entwickeln können, die sich ausgehend vom Chiemsee in unmittelbarer Nähe befinden.

Wesentlich bekannter sind jedoch die beiden Inseln Fraueninsel und Herreninsel. Beide haben sich zu beliebten Ausflugsmöglichkeiten entwickelt. Während die Fraueninsel überwiegend mit dem Nonnenkloster in Verbindung gebracht wird, hat sich die Herreninsel mit den beiden Schlössern einen Namen machen können. Das Alte Schloss ist ein einstiges Kloster, das neue Schloss Herrenchiemsee war jedoch die Residenz des Märchenkönigs Ludwig II. Der Baustil erinnert an das französische Versailles. Eine weitere bekannte Insel ist die Krautinsel, diese ist jedoch bis heute unbewohnt.

Die Eigenschaften des Chiemsees

Der Chiemsee präsentiert sich als ein sehr abwechslungsreiches Gewässer, was vor allem an den Uferlinien erkannt werden kann. So wird er im Westen überwiegend durch die verschiedensten Buchten geprägt, die weit bis in das Festland hinein reichen. In diesen Buchten befinden sich oftmals zahlreiche Halbinseln, die in den Chiemsee ragen. In der Historie entdeckten zahlreiche Maler den Chiemsee und nutzten diesen nicht mehr nur als Inspirationsquelle, sondern vielmehr als Motiv für die verschiedensten Gemälde.

In den vergangenen Jahren bildete sich in der Region um den Chiemsee sogar ein Malerzirkel, der den Namen Chiemseemaler trägt. Durch die steigende Beliebtheit des Gewässers haben sich auch die Orte, die sich unmittelbar an dem Chiemsee befinden, einer deutlichen Veränderung unterzogen. Die meisten werden heute durch touristische Angebote wie Hotels und Sportanlagen geprägt.