Der Schweriner See

Gelegen in Westmecklenburg befindet sich der Schweriner See und bildet den Mittelpunkt zwischen Schwerin und Bad Kleinen. Mit einer Fläche von immerhin 61,54 km² ist er der viertgrößte See in Deutschland. Die Landschaft der Region ist sehr vielseitig und entsprechend reizvoll. Der Schweriner See fließt in südlicher Richtung durch den Störkanal, passiert die Elde und endet schließlich in der Elbe. In nördlicher Richtung wird der See durch einen Wallsteingraben mit Wismar verbunden. Insbesondere dieses Stück hat sich bei zahlreichen Paddlern in den vergangenen Jahren einen Namen machen können.

Die Besonderheiten des Schweriner Sees

Der Schweriner See ist weniger wegen seiner Größe als vielmehr aufgrund der landschaftlichen Strukturen bekannt. Eine besondere Aufmerksamkeit genießen hierbei der Arten- und insbesondere auch der Biotopschutz. Sowohl der See als auch die Uferlandschaften werden durch zahlreiche verschiedene Tierarten geprägt. Zu den kleinen Aushängeschildern haben sich See- und auch Fischadler entwickeln können, die den Schweriner See als Brutort schätzen gelernt haben. Aber auch Fischotter wurden bereits an zahlreichen Uferabschnitten gesehen.

Im Rahmen der Natura 2000 wurde der Schweriner See zum europäischen Vogelschutzgebiet erklärt und genießt seitdem bundesweit eine ungemein große Aufmerksamkeit. Weitere Seeuferabschnitte haben sich neben dem Außensee zudem bis heute den FFH Status bewahren können und unterliegen demnach auch einem besonderen Schutz.

Der Fischreichtum hat dem Schweriner See zudem zu Anerkennung bei den zahlreichen Anglern dieser Welt verhelfen können. Neben der Regenbogenforelle nutzen auch Hecht, Zander und Barsch diesen Lebensraum. Das Angeln am Schweriner See ist jedoch nur mit den entsprechenden Genehmigungen erlaubt. Zahlreiche Raubfische befinden sich insbesondere im Außensee.

Bedeutung des Fischfangs

Der Fischfang spielt am Schweriner See eine entscheidende Rolle und hat sich auch in wirtschaftlicher Hinsicht einen Platz reserviert. Allerdings sind Teile des Gewässers durch eine schlechte Wasserqualität geprägt. Diese findet man insbesondere im Ostorfer See. Trotz der zahlreichen Bemühungen der Fischer konnten in dem Ostorfer See bisher keine großen Fischbestände angesiedelt werden, sodass sich die Anstrengungen in den vergangenen Jahren auch geringfügig minimiert haben.

Das Wasserbild des Schweriner Sees wird insbesondere durch die Wasserpest, das Hornblatt und den Wasserfarn geprägt. Aber auch zahlreiche Seerosenfelder haben ihren Platz in diesem Gewässer gefunden und sorgen insbesondere für ein ansprechendes Gesamtbild.

Auf der Bundeswasserstraße

Bereits vor einigen Jahren wurde der gesamte Schweriner See, dazu gehören auch zahlreiche Teilseen, zur Bundeswasserstraße erklärt. Insbesondere dadurch genießt das Gewässer eine große Aufmerksamkeit bei zahlreichen Bootsfreunden. Sowohl Paddler als auch Kanuten haben den Schweriner See als attraktives Ziel für sich entdecken können.