Das Wattenmeer und seine Besonderheiten
Das Wattenmeer wird von Biologen, zugleich aber auch von zahlreichen Naturfreunden, als eine der einzigartigsten Landschaften weltweit angesehen. Man findet es nur an den Küstenbereichen, in denen die Gezeiten die Landschaftszüge prägen. Der stetige Wechsel zwischen Ebbe und Flut führt zu einer Veränderung der Küstenstrukturen, die sich durch eine jahrelange Einflussnahme schließlich zu einem Wattenmeer entwickeln können.
Die Hintergründe des Wattenmeeres
Auch in Deutschland gibt es an der Nordseeküste einen Bereich, der als Wattenmeer bezeichnet wird. In der deutschen Sprache lässt sich diese Bezeichnung aus der Kombination "watend begehbares Meer" ableiten. Während der Flut wird das Wattenmeer durch Hochwasser bedeckt.
Diese Entwicklung lässt sich täglich etwa zweimal beobachten. Hingegen ist es bei Ebbe vollkommen trocken, sodass es von Menschen betreten werden kann. Als Watt werden die Flächen bezeichnet, die bei dem Niedrigwasser fallend sind. Die daraus entstehenden Rillen tragen den Namen Seegatt und werden von Wissenschaftlern auch als Strömungsrinnen bezeichnet.
Das Vorkommen der Wattenmeere
Wattenmeere kommen weltweit vor und gelten so auf globaler Ebene als eine Art natürlicher Anziehungspunkt. Man findet sie ausschließlich in den gemäßigten Klimazonen. Hinsichtlich der Zusammensetzung oder auch des Aufbaus kann man das Wattenmeer in drei verschiedene Zonen gliedern, die über unterschiedliche Eigenschaften oder auch Alleinstellungsmerkmale verfügen.
Diese drei Zonen können sich überschneiden und somit vermischen. Der Bereich, der als eigentliches Watt bezeichnet werden kann, trägt hierbei den Namen eulitoraler Bereich. Dieser liegt bei Niedrigwasser oberhalb des Wasserspiegels und ist somit problemlos sichtbar.
Das Leben im Wattenmeer
Das Wattenmeer unterscheidet sich in Hinblick auf die Zusammensetzung sehr deutlich von den zahlreichen anderen Lebensräumen. Aus diesem Grund kann es in Teilen auch als ein sehr extremer Lebensraum angesehen werden. Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren beweisen können, dass es zahlreiche verschiedene Pflanzen und auch Tiere gibt, die ausschließlich in diesem Lebensraum zu finden sind. Zudem kommen sie meist nur in einem bestimmten Wattenmeer vor, da sie sich in Hinblick auf ihre Eigenschaften und Lebensweise an die dort vorherrschenden Bedingungen angepasst werden.
Zahlreiche Wattenmeere sind heute Raststätten für Zugvögel. Insbesondere in den Frühlings- und Herbstwochen handelt es sich hierbei um ein überzeugendes Schauspiel. Oftmals kann man an den Wattbänken auch zahlreiche Robben sehen, die diesen Ort zum Ausruhen nutzen. Besonders bekannt sind diese Lebensräume jedoch aufgrund ihrer Vielfalt an verschiedensten Muscheln.
Bei dem Wattenmeer handelt es sich um einen der sensibelsten Lebensräume überhaupt und so unterliegt er bereits seit einigen Jahren in zahlreichen Regionen dieser Welt einem besonderen Schutz.